Samstag, 16. September 2017

[Buchrezension] Stolz und Vorurteil - Jane Austen



Hallo ihr Lieben!

Heute möchte ich den ersten Klassiker auf diesem Blog für euch rezensieren. Dabei handelt es sich um „Stolz und Vorurteil“ von Jane Austen.


Allgemeines zum Buch

Titel: Stolz und Vorurteil
Autor/in: Jane Austen
Verlag: penguin
Format: Taschenbuch
Seiten: 640 Seiten
Preis: 10,00 €
ISBN: 978-3328101666
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Inhalt

Nicht weniger als fünf Töchter haben die Bennets standesgemäß unter die Haube zu bringen. Kein leichtes Unterfangen für eine Familie auf dem Land, die nur über ein bescheidenes Vermögen verfügt. Ausgerechnet die intelligente Elizabeth, das Lieblingskind des Vaters, erweist sich als besonders schwieriger Fall. Zum allgemeinen Unverständnis hat sie die Stirn, den Antrag eines wohlsituierten Pfarrers auszuschlagen. Statt dem Drängen der Familie nachzugeben, folgt Elizabeth hartnäckig ihrem eigenen Urteil...


Meine Gedanken zum Buch

Ich wollte bereits seit Längerem endlich einen Klassiker lesen, besonders „Stolz und Vorurteil“ hatte ich immer genauer im Blick gehabt. Als ich dann gesehen habe, dass der Penguin – Verlag eine neue Auflage veröffentlicht, habe ich dieses direkt beim Bloggerportal angefragt und auch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen.

Mrs. Bennet hat fünf Töchter die sie schnellstmöglich, bevorzugt mit reichen Männern unter die Haube bringen möchte. Als der wohlhabende Mr. Bingley in die Grafschaft zieht, sieht diese die perfekte Möglichkeit ihre älteste Tochter Jane mit ihm zu verheiraten. Doch dieser ist nicht alleine gekommen, mit im Gepäck hat er seine Schwester und den noch reicheren Mr. Darcy, der durch sein weniger herzliches Auftreten kaum Anschluss in der dortigen Gesellschaft findet. Auch die zweitälteste Tochter Elisabeth, welche wir in diesem Buch begleiten, hält nicht viel von diesem. Im Laufe der Geschichte kommt es zu einigen Intrigen und Missverständen, die besonders Mr. Darcy in einem falschen Licht dastehen lassen. Doch im Laufe der Handlung lernen die Charaktere über ihren Stolz und die typischen Vorurteile hinwegzusehen, um ihren wahren Gefühlen freien Lauf zu lassen.

Elisabeth wiedersetzt sich ihrer Mutter und der damaligen Gesellschaft, in dem sie einen Antrag ablehnt, da sie für diesen Mann keine liebevollen Gefühle übrighat. Sie wiedersetzt sich frech den Anforderungen, welche den Frauen gestellt werden und möchte auf die große Liebe warten. Ihre vorlaute und teilweise freche Art hat mir sehr gut gefallen und mich ab und an auch zum Schmunzeln gebracht. Elisabeth hat gezeigt, dass sich auch eine Frau nicht alles gefallen lassen muss. Auch ihre ältere Schwester, die in jedem Menschen immer nur das Beste sieht, habe ich schnell liebgewonnen.

Die Charaktere wurden sehr umfassend beschrieben, weshalb man diese mit der Zeit auch sehr gut kennenlernt. Auch wenn zu der damaligen Zeit einige Dinge anders gehandhabt wurden, konnte man sich durch den sehr detaillierten Schreibstil gut in die einzelnen Situationen hineinversetzen. Auch wenn diese Geschichte vor 200 Jahren gespielt hat, kann man einige Parallelen zu unserer heutigen Gesellschaft erkennen. So gibt es heute auch noch den typischen Klatsch und Tratsch, der oft zu Missverständnissen führt und auch die hier erzählten Intrigen sind heutzutage keine Seltenheit.

Ich hatte beim Lesen von „Stolz und Vorurteil“ durchaus Spaß und kann sehr gut nachvollziehen, warum dieses Werk zur Weltliteratur gezählt wird. Ein Buch das wirklich jeder gelesen haben sollte, besonders diese Ausgabe des Penguin – Verlag hat ein atemberaubend schönes Cover, welches in keinem Bücherregal fehlen sollte.


Meine Bewertung

„Stolz und Vorurteil“ bekommt von mir volle 5 von 5 Sterne und an dieser Stelle möchte ich eine klare Leseempfehlung an alle aussprechen. 

 


Vielen Dank an das Bloggerportal und den Penguin – Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!

Eure Zeilenliebende ♥

[Buchrezension] Dem Horizont so nah - Jessica Koch



Hallo Bücherwürmer!

Heute möchte ich für euch „Dem Horizont so nah“ von Jessica Koch rezensieren. Schreibt mir doch gerne eure Meinung zu diesem Buch in die Kommentare.


Allgemeines zum Buch

Titel: Dem Horizont so nah
Autor/in: Jessica Koch
Verlag: rowohlt
Format: Taschenbuch
Seiten: 464 Seiten
Preis: 9,99 €
ISBN: 978-3499290862
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Inhalt

Jessica ist jung, genießt das Leben und schaut in eine vielversprechende Zukunft. Dann trifft sie Danny. Sofort ist sie von ihm fasziniert, denn trotz seines guten Aussehens und selbstbewussten Auftretens scheint ihn ein dunkles Geheimnis zu umgeben.
Nach und nach gelingt es Jessica, hinter Dannys Fassade zu blicken und ihn kennenzulernen. Abgründe tun sich auf: Danny ist von Kindheit an zutiefst traumatisiert. Fernab von Heimat und Familie kämpft er um ein normales Leben.
Trotz aller Schwierigkeiten und gegen jede Vernunft entsteht zwischen Jessica und Danny eine innige Liebe. Doch nicht nur Dannys Vergangenheit ist düster, auch seine Zukunft ist bereits gezeichnet. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit…


Meine Gedanken zum Buch

„Dem Horizon so nah“ ist das erste Buch von Jessica Koch, welches ich gelesen habe. Es wird jedoch keinesfalls das Letzte gewesen sein, denn die Autorin konnte mich hier so sehr fesseln und berühren, dass ich schon sehr gespannt auf andere Werke von ihr bin.

In diesem Buch begleiten wir Jessica, die bei einem Besuch eines Jahrmarktes Danny, der sehr selbstbewusst wirkt und Telefonnummern von Mädchen sammelt, kennenlernt. Jessica hält ihn für einen Angeber und ziemlich arrogant und möchte ihm einfach nur aus dem Weg gehen, doch trotzdem wartet sie tagelang sehnsüchtig auf seinen Anruf. Als sie ihn näher kennenlernt merkt sie, dass er eine sehr schwere Vergangenheit hinter sich hat. Als er ihr gegenüber sein Geheimnis lüftet, stellt sich heraus, dass nicht nur Dannys Vergangenheit grausam war, sondern dass auch seine Zukunft unter keinem guten Stern steht. Doch Jessica, die zu diesem Zeitpunkt schon sehr viel für ihn empfindet, entscheidet sich für ihn und möchte mit ihm gemeinsam kämpfen.

Die Autorin erzählt hier einen Teil aus ihrer Vergangenheit, was das ganze Ausmaß des Buches noch viel drastischer macht. Die Tatsache, dass all die grausamen Dinge, die Danny bereits als Kind erleben musste, auf wahren Begebenheiten ruhen, macht die Geschichte noch viel schwerer zu verdauen. Was es mit seiner Vergangenheit genau auf sich hat, müsste ihr selbst lesen. Jedoch möchte ich eins vorwegsagen: Wer mit den Themen Gewalt und Missbrauch nicht umgehen kann, sollte lieber die Finger von „Dem Horizont so nah“ lassen, denn die Grausamkeiten aus Dannys Vergangenheit werden hier keinesfalls schöngeredet.

Die Charaktere sind sehr lebendig beschrieben, wodurch man zu allen Hauptfiguren sehr schnell eine Bindung aufbaut. Man erlebt mit Jessica eine Achterbahn der Gefühle und als Leser wird einem immer wieder vor Augen geführt, wie grausam und ungerecht die Welt sein kann. Ich habe mit Jessica und Danny regelrecht mitgelitten und wollte die beiden einfach nur in den Arm nehmen. Auch Dannys beste Freundin Tina, welche eine ähnliche Vergangenheit wie er hinter sich hat, lernen wir in dem Buch kennen und lieben. Die drei werden ein unzertrennliches Team, die sich gegenseitig unterstützen. Die Bindung zwischen den drein hat mich sehr berührt.

Wer eine 08/15 Liebesgeschichte erwartet ist bei diesem Buch falsch, denn hier geht es um so viel mehr. Leider erwartet man durch das Cover jedoch genau das - eine einfache Liebesgeschichte. Auch ein Happy End wird es hier nicht geben, wer also lieber eine Geschichte sucht, in dem alles gut endet, ist auch hier an der falschen Stelle.

Ich möchte an dieser Stelle nochmal meinen Hut vor Jessica Koch ziehen, denn es war sicher nicht einfach diese Geschichte aufzuschreiben. Zudem hat sie einen unfassbar leichten Schreibstil, wodurch ich mich direkt wohl gefühlt habe. Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl vor ihr zu sitzen und von ihr die Geschichte hautnah und ohne große Verschönerungen erzählt zu bekommen. Mich hat seit langem kein Buch mehr so berühren können. Ich habe gelacht und vor allem geweint, wie seit langem nicht mehr.

Alles in einem ist „Dem Horizon so nah“ ein sehr ergreifendes Buch, welches durch die Tatsache, dass es sich um eine wahre Geschichte handelt, sehr „hart“ zu lesen ist. Mich konnte die Autorin hier voll für sich gewinnen und ich bin schon gespannt auf weitere Werke von ihr.

Ob ich die beiden Folgebände hierzu lesen werde weiß ich noch nicht, denn vor allem der zweite Teil soll nochmal richtig schwer zu verdauen sein.

Wenn ihr das Buch bereits gelesen habt, würde ich mich sehr freuen wenn ihr mir eure Gefühle zu der Geschichte schreiben würdet, denn über dieses Buch muss man sich einfach mit anderen austauschen.


Über die Autorin


Jessica Koch wurde in Ludwigsburg geboren. Schon in der Schulzeit begann sie mit dem Schreiben. Als junge Frau lernte sie den Deutschamerikaner Danny kennen. Mit ihm erlebte sie die Geschichte hinter ihrem Debütroman «Dem Horizont so nah». Es dauerte fast 13 Jahre, bis sie sich traute, mit dem Manuskript an die Öffentlichkeit zu gehen. Inzwischen hat sie mit den Folgebänden «Dem Abgrund so nah» und «Dem Ozean so nah» die «Danny-Trilogie» vervollständigt. Jessica Koch lebt mit ihrem Mann, ihrem Sohn und ihren beiden Hunden in der Nähe von Heilbronn.


Meine Bewertung

Von mir bekommt „Dem Horizont so nah“ volle 5 von 5 Sterne, wobei das noch viel zu wenig ist. Eine Leseempfehlung kann ich in diesem Fall nur beschränkt aussprechen, da nicht jeder mit dieser Gewalt, welche in diesem Buch thematisiert wird, umgehen kann.


Eure Zeilenliebende